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Amtsgericht Holzminden bildet erstmals aus

Zwei angehende Justizfachwirte vereidigt


Anwärter 2019  
Von links: Silke Kampioni (Ausbildungsleiterin), Oliver Pöppe (Geschäftsleiter des Amtsgerichts), Julia Kusnezow aus Eschershausen und Vincent Varchmin aus Silberborn (die beiden Justizfachwirtanwärter), Dr. Ralf-Peter Bayer (Direktor des Amtsgerichts

Das Amtsgericht Holzminden ist – nicht zuletzt aufgrund des erheblich gestiegenen Bedarfs an Nachwuchskräften – vom Oberlandesgericht Celle in diesem Jahr erstmals zum Ausbildungsgericht für die Ausbildung der angehenden Justizfachwirtinnen und Justizfachwirte bestellt worden. Es handelt sich dabei um die Beamtenlaufbahn des zweiten Einstiegsamtes der ersten Laufbahngruppe (ehemals: mittlerer Dienst). Die Ausbildung beginnt jeweils zum 01.09. eines Jahres, dauert insgesamt 2 ½ Jahre und ist unterteilt in berufsbegleitenden Unterricht sowie drei Praxisabschnitte, in denen die Ausbildung im Gericht erfolgt.

Justizfachwirtinnen/Justizfachwirte sind beispielsweise zuständig für die Aktenverwaltung, die Anordnung von Zustellungen oder auch die Protokollführung in Verhandlungsterminen und sorgen somit für einen reibungslosen Ablauf der Gerichtsverfahren. Bei Interesse an einer Karriere in der niedersächsischen Justiz erhält man ausführliche Informationen unter www.gerechtigkeit-gemeinsam-gestalten.de.

Bereits zu Beginn der Ausbildung erfolgt die Ernennung zur Justizfachwirtanwärterin/zum Justizfachwirtanwärter und damit der Eintritt in das Beamtenverhältnis auf Widerruf; nach erfolgreich bestandener Prüfung folgt dann ein Beamtenverhältnis auf Probe bzw. nach Ablauf der Probezeit die Verbeamtung auf Lebenszeit. Die Übernahmechancen sind – insbesondere beim Amtsgericht Holzminden – sehr gut.

Das Amtsgericht Holzminden sieht die Bestellung zum Ausbildungsgericht als Chance, mehr junge Menschen aus der Region für den Justizdienst und dadurch gleichzeitig Mitarbeiter/innen zu gewinnen, die dem Gerichtsstandort Holzminden langfristig erhalten bleiben.


Amtsgericht am Dienstag, 17.09.2019 bis 13:00 Uhr geschlossen

Am Dienstag, dem 17.09.2019 bleibt das Amtsgericht aufgrund einer dienstlichen Veranstaltung bis 13:00 Uhr geschlossen.


Um Verständnis wird gebeten.

Eingeschränkte Erreichbarkeit des Amtsgerichts


An folgenden Tagen ist jeweils mit Einschränkungen im Dienstbetrieb zu rechnen:


Montag, 02.09.2019 in der Zeit von 10:00 bis 12:00 Uhr

Donnerstag, 05.09.2019, ganztägig

Mittwoch, 11.09.2019 in der Zeit von 10:00 bis 12:00 Uhr

Montag, 23.09.2019, ganztägig (Tag des Betreuungsrechts)


An diesen Tagen bitten wir alle Rechtssuchenden, das Amtsgericht nur in unaufschiebbaren Eilfällen aufzusuchen.


Wir bitten um Ihr Verständnis!

Auflösung des Nebengebäudes in der Neuen Str. 19

Mann mit Kartons  
Umzug

Die im Gericht durchgeführten Umbaumaßnahmen wurden inzwischen erfolgreich abgeschlossen und die bisher im Nebengebäude untergebrachte Betreuungsabteilung konnte wie geplant umziehen. Nunmehr befinden sich alle Abteilungen des Amtsgerichts „unter einem Dach“ und sind im Hauptgebäude erreichbar. Die Räume des Nebengebäudes (Neue Straße 19) werden vom Amtsgericht zukünftig nicht mehr genutzt.

Neuer Eingangsbereich mit Sicherheitsschleuse

Einbau einer Sicherheitsschleuse


Durch die in den vergangenen Monaten durchgeführten Umbaumaßnahmen erhöht das Amtsgericht Holzminden seinen Sicherheitsstandard. Es ist eine Sicherheitsschleuse installiert worden. Hierdurch wird in erster Linie dem immer wichtiger werdenden Schutz der Bediensteten und der Rechtssuchenden Rechnung getragen. Aber auch die Auflösung des Nebengebäudes in der Neuen Straße wurde damit möglich.

Die Umbauarbeiten sind abgeschlossen. Der Haupteingang des ist wieder geöffnet.

Niedersachsenweiter Tag des Betreuungsrechts

am 23.09.2019


Es ist eine Premiere in Niedersachsen: Die Justiz des Landes wird am 23. September 2019 erstmalig einen „Tag des Betreuungsrechts“ veranstalten. Insgesamt 73 niedersächsische Amtsgerichte, von der Nordsee bis in den Harz, beteiligen sich an diesem Tag, an dem die niedersächsischen Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt stehen sollen. Die Menschen, die bereits mit einer rechtlichen Betreuung zu tun haben und jene, die sich vorsorglich darüber informieren wollen.

Justizministerin Havliza hat den „Tag des Betreuungsrechts“ ins Leben gerufen: „Viel zu oft besteht Unklarheit darüber, welche rechtlichen Folgen die Erkrankung oder Behinderung eines Erwachsenen nach sich ziehen kann. Mancher ist überrascht, wenn Ehepartner oder Eltern eines volljährigen Kindes den Erkrankten nicht ohne weiteres vertreten können. Mit dem „Tag des Betreuungsrechts“ möchten wir erreichen, dass möglichst vielen Menschen in unserem Land die praktische Bedeutung des Betreuungsrechts bekannt wird. Durch die Erteilung einer Vorsorgevollmacht kann in geeigneten Fällen für den Krankheitsfall vorgesorgt und damit jeder weitere Schritt wesentlich erleichtert werden.

Übrigens: Jeder kann sich als ehrenamtlicher Betreuer engagieren.“

Das Amtsgericht Holzminden wird am Tag des Betreuungsrechts Veranstaltungen unterschiedlicher Art ausrichten – etwa Podiumsdiskussionen oder Vorträge von Richtern, Rechtspflegern und der Betreuungsstelle. Für Informationen zu den Programmpunkten vor Ort steht das Amtsgericht Holzminden gerne für Nachfragen bereit. Unser Plakat mit den Programmpunkten finden sie hier.

Hintergrund

Das Betreuungsrecht ist in der Praxis von enormer Bedeutung, denn es kann jeden betreffen. Ganz egal ob alt oder jung: Jeder Einzelne kann in eine Lage kommen, in welcher er die wichtigen Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr eigenverantwortlich regeln kann. Grund dafür kann eine langsam voranschreitende, schwere Erkrankungen sein - etwa eine Demenz -, aber auch ein plötzliches und überraschendes Ereignis, welches die Lebensplanung von heute auf morgen komplett auf den Kopf stellt: Etwa ein Verkehrsunfall oder eine nach einer besonderen Belastungssituation auftretende Psychose. Die Fragen, welche sich dann stellen, beantwortet zu einem guten Teil das Betreuungsrecht.

 

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